Spannungen im Nahen Osten erschüttern Öl- und Gasmärkte: Kraftstoffpreise steigen
Die Angriffe der USA und Israels auf Energieanlagen im Iran sowie die darauffolgenden Vergeltungsmaßnahmen in der Region haben zu einem drastischen Anstieg der Öl- und Erdgaspreise geführt, was sich in der Türkei in einer neuen Welle von Kraftstoffpreiserhöhungen niederschlägt.
Die Ölmärkte verzeichneten infolge der militärischen Aktivitäten im Nahen Osten einen historischen Anstieg. Nach den Angriffen der USA und Israels auf wichtige Energieinfrastrukturen im Iran stieg der Preis für ein Barrel Brent-Öl um über 8 Prozent auf 116 US-Dollar. Zur gleichen Zeit kletterte der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate auf das 96-Dollar-Niveau. Nicht nur Öl, auch die Erdgaspreise auf den europäischen Märkten verzeichneten einen bemerkenswerten Sprung von bis zu 26 Prozent. Am niederländischen Handelsplatz TTF stiegen die Kontrakte für April auf bis zu 72 Euro pro Megawattstunde.
Diese scharfen Anstiege auf den globalen Märkten spiegeln sich in der Türkei in Form von Preiserhöhungen für Kraftstoffe wider. Brancheninformationen zufolge wird eine neue Preiserhöhung von 5 Lira und 18 Kuruş für Dieselkraftstoff eingeführt. Mit diesem Anstieg wird erwartet, dass der Literpreis für Diesel die 75-TL-Marke erreicht. Experten weisen darauf hin, dass aufgrund der steigenden Ölpreise und Wechselkurse in den kommenden Tagen weitere Preiserhöhungen für Kraftstoffe auf der Tagesordnung stehen könnten.
ENERGIEINFRASTRUKTUREN IM IRAN UND KATAR UNTER BESCHUSS
Einer der Hauptgründe für die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten sind die Angriffe auf Energieinfrastrukturen. Israel hat gemeinsam mit den USA die Raffinerien im weltbekannten iranischen Erdgasfeld South Pars ins Visier genommen. Es wird angegeben, dass dieses Feld etwa 70 Prozent der gesamten iranischen Gasproduktion deckt. Berichten zufolge verursachten iranische Raketen zudem großflächige Zerstörungen in der Region Ras Laffan in Katar, wo sich strategische LNG-Verarbeitungsanlagen befinden.
Die Angriffe auf Raffinerien und Flüssigerdgaszentren in der Region üben nicht nur Druck auf das Öl- und Erdgasangebot aus, sondern haben auch zu einer neuen Volatilität auf den globalen Energiemärkten geführt. Saudi-Arabien gab bekannt, dass vier ballistische Raketen, die auf die Hauptstadt Riad gerichtet waren, zerstört wurden und ein Drohnenangriff auf eine Erdgasanlage abgewehrt werden konnte. Kuwait meldete einen Drohnenangriff auf die Mina-Abdullah-Raffinerie und teilte mit, dass der ausgebrochene Brand unter Kontrolle gebracht wurde.
Branchenanalysten erklären, dass die Entwicklungen sowohl das Rohölangebot als auch den Erdgashandel in eine Phase der Unsicherheit gestürzt haben. In der Region, in der die Spannungen eskalieren, wird befürchtet, dass die Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen anhalten könnten, falls es zu weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur kommt.
US-Präsident Donald Trump erklärte in einer Stellungnahme: „Solange der Iran nicht beschließt, Katar anzugreifen, wird es keine weiteren Angriffe Israels auf das Gasfeld South Pars geben. Sollte es jedoch zu einer solchen Situation kommen, werden die USA, mit oder ohne Hilfe oder Zustimmung Israels, das gesamte Gasfeld South Pars mit einer Stärke und Gewalt zerstören, wie sie der Iran noch nie zuvor gesehen oder erlebt hat.“
ERDGASPREISE IN EUROPA AUF HÖCHSTSTAND
Die Gasmärkte reagierten zeitgleich mit dem Ölmarkt. Aufgrund der Sorgen über Angebotsbeschränkungen aus dem Nahen Osten stieg der Preis für April-Kontrakte an der virtuellen europäischen Erdgashandelsbörse TTF auf über 68 Euro pro Megawattstunde. Insbesondere die Angriffe auf die Gasfelder im Iran und in Katar lösten große Besorgnis am Markt aus.
Das katarische Außenministerium bezeichnete die Entwicklungen als einen „gefährlichen und unverantwortlichen Schritt“, während Experten die Ansicht vertreten, dass die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Region die globalen Energieversorgungsketten bedrohen.
NEUE WELLE VON KRAFTSTOFFPREISERHÖHUNGEN: AKTUELLE PREISE
Aufgrund des Anstiegs der Wechselkurse und Rohstoffpreise ändern sich die Kraftstoffpreise in der Türkei in letzter Zeit häufig. Nach den neuesten Aktualisierungen sehen die aktuellen Preise in den Großstädten wie folgt aus:
Istanbul Europäische Seite - Benzin: 61,97 TL/Liter - Diesel: 65,91 TL/Liter - LPG: 30,29 TL/Liter
Istanbul Asiatische Seite - Benzin: 61,83 TL/Liter - Diesel: 65,77 TL/Liter - LPG: 29,89 TL/Liter
Ankara - Benzin: 62,94 TL/Liter - Diesel: 67,03 TL/Liter - LPG: 30,37 TL/Liter
Izmir - Benzin: 63,22 TL/Liter - Diesel: 67,31 TL/Liter - LPG: 30,29 TL/Liter
Zusätzlich zu diesen Preisen wird eine weitere Erhöhung von 5,18 TL pro Liter Diesel angewendet. Es wird erwartet, dass sich dieser Anstieg insbesondere im Transport- und Produktionssektor auf die Kosten auswirken und indirekt neue Preiserhöhungen bei anderen Konsumgütern auslösen könnte.
WEITERE ANSTIEGE ERWARTET
Ökonomen sind der Ansicht, dass die anhaltenden geopolitischen Risiken und die Volatilität der Währung die Öl- und Gaskosten weiterhin hoch halten werden. Es wird betont, dass eine neue Welle von Preiserhöhungen auf den Kraftstoffmärkten unmittelbar bevorsteht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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