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ChatGPT feiert einjähriges Bestehen: Was hat sich verändert und entwickelt?

ChatGPT wurde zu einer der am schnellsten wachsenden Anwendungen und überschritt nur zwei Monate nach seiner Markteinführung die Marke von 100 Millionen Nutzern.

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ChatGPT feiert einjähriges Bestehen: Was hat sich verändert und entwickelt?

ChatGPT, ein von OpenAI entwickelter Chatbot, der auf Befehl Texte, Gedichte und sogar Computercode schreiben kann, feiert sein einjähriges Jubiläum nach seiner Veröffentlichung am 30. November 2022.

ChatGPT wurde zu einer der am schnellsten wachsenden Anwendungen und überschritt nur zwei Monate nach seiner Markteinführung die Marke von 100 Millionen Nutzern, was auch viele andere Anwendungen inspirierte.

Nach dem Erfolg von ChatGPT stellte Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, seine neue Technologie namens „Bard“ vor, während das KI-Unternehmen xAI von Elon Musk, dem Eigentümer der Social-Media-Plattform X, sein neues KI-Modell namens „Grok“ ankündigte.

NEUE FUNKTIONEN FÜR CHATGPT

Der Roboter wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt, und die GPT-4-Version wurde am 14. März in Betrieb genommen. Während die vorherige Version nur textbasiert arbeitete, wurde der Roboter so verbessert, dass er auch Bilder interpretieren kann; zudem wurde die Genauigkeit der Antworten in der neuen Version erhöht.

In einer Erklärung von OpenAI im September wurde mitgeteilt, dass neue Sprach- und Bildfunktionen für ChatGPT eingeführt werden. Dank der neuen Funktionen können Nutzer an Sprachgesprächen teilnehmen und Audioantworten vom Chatbot erhalten; zudem wurde betont, dass nun auch Bilder mit ChatGPT geteilt werden können.

Im gleichen Zeitraum wurde bekannt gegeben, dass die Anwendung sich durch den Abruf neuer Informationen aus dem Internet aktualisieren kann und nicht mehr auf Daten vor 2021 beschränkt ist.

Während das neue und leistungsfähigere KI-Modell „GPT-4 Turbo“ am 6. November angekündigt wurde, hieß es, dass frühere Versionen Eingaben von bis zu 3.000 Wörtern akzeptierten, GPT-4 Turbo jedoch Eingaben mit einer Länge von bis zu 300 Seiten verarbeiten könne.

UNRUHEN BEIM ENTWICKLERUNTERNEHMEN

Andererseits wuchsen auch die Bedenken hinsichtlich ChatGPT und der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz.

Die italienische Datenschutzbehörde leitete im März eine Untersuchung gegen den KI-Chatbot ChatGPT von OpenAI wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die Regeln zur Erhebung personenbezogener Daten ein und setzte den Zugang zur Anwendung vorübergehend aus.

In der Erklärung der Behörde hieß es, dass der Zugang zu ChatGPT, das beschuldigt wurde, personenbezogene Daten italienischer Nutzer illegal zu sammeln, vorübergehend gesperrt wurde, bis die Anforderungen der italienischen Datenschutzstandards und -vorschriften erfüllt seien.

Auch das kanadische Büro des Datenschutzbeauftragten kündigte im April eine Untersuchung der Anwendung aufgrund von Beschwerden über die „unbefugte Erhebung, Nutzung und Offenlegung personenbezogener Daten“ an.

Die US-Handelsbehörde FTC leitete im Juli eine Untersuchung gegen OpenAI ein, um zu prüfen, ob das Unternehmen durch die Gefährdung persönlicher Reputationen und Daten gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat.

Die südkoreanische Kommission für den Schutz personenbezogener Daten (PIPC) verhängte gegen OpenAI ein Bußgeld, da Zahlungsinformationen von ChatGPT-Abonnenten für 9 Stunden offengelegt worden waren.

GROSSE KRISE IN DER FÜHRUNGSEBENE

Nach dem beispiellosen Erfolg der Anwendung begann eine turbulente Zeit bei OpenAI.

In einer Mitteilung im November wurde bekannt gegeben, dass der CEO des Unternehmens, Sam Altman, von seinem Posten zurückgetreten ist.

Daraufhin kündigte Satya Nadella, CEO von Microsoft, das etwa 49 Prozent an OpenAI hält, am 19. November an, dass Altman zu Microsoft wechseln werde, um ein neues Team für fortgeschrittene KI-Forschung zu leiten.

Die Mitarbeiter von OpenAI forderten den Rücktritt des amtierenden Vorstands und drohten damit, ihre Posten zu verlassen und Altman zu Microsoft, dem größten Investor des Unternehmens, zu folgen.

Nach diesen Drohungen teilte OpenAI mit, dass Altman als CEO mit einem neuen Vorstand in das Unternehmen zurückgekehrt ist.


Nachrichtenquelle: AA

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