Datenschutz-Krise weitet sich aus: ChatGPT-Chats könnten für immer gespeichert werden
In der Urheberrechtsklage, die die New York Times im Dezember 2023 gegen OpenAI und Microsoft eingereicht hat, ist eine neue Forderung aufgekommen. Ein strittiger Punkt ist die unbefristete Speicherung der Chats von ChatGPT-Nutzern.
In der Urheberrechtsklage, die die New York Times im Dezember 2023 gegen OpenAI und Microsoft eingereicht hat, ist eine neue Forderung aufgekommen. Ein strittiger Punkt ist die unbefristete Speicherung der Chats von ChatGPT-Nutzern.
Bisher wurden Chats, die von Nutzern gelöscht wurden, innerhalb von 30 Tagen dauerhaft aus den Systemen von OpenAI entfernt. Im Rahmen der Klage der NYT wurde jedoch gefordert, dass auch gelöschte Chats zu Beweiszwecken dauerhaft aufbewahrt werden sollen.
Diese Entwicklung wird als ernsthafte Bedrohung für die Datenschutzstandards innerhalb von OpenAI angesehen. CEO Sam Altman reagierte auf X (ehemals Twitter) auf diese Forderung mit den Worten: „Gespräche mit künstlicher Intelligenz sollten genauso vertraulich sein wie ein Gespräch mit einem Arzt oder Anwalt.“ Auch Brad Lightcap, der COO des Unternehmens, erklärte, dass diese Entscheidung „Datenschutznormen schwächen“ würde.
Derzeit betrifft diese Entscheidung Nutzer von ChatGPT Free, Plus, Pro und Team. Konten mit Enterprise-, Education- oder Zero-Data-Retention-Verträgen sind jedoch von dieser Verpflichtung ausgenommen.
OpenAI gab bekannt, dass das Unternehmen gegen die gerichtliche Anordnung Berufung eingelegt hat. Es wurde mitgeteilt, dass gelöschte Chats derzeit in einer speziellen Form gespeichert werden, die für die Nutzer nicht einsehbar ist
Nachrichtenquelle: 12punto
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