Die Deepfake-Wahrheit: Nur 21 % der Arbeitnehmer in der Türkei können sie von echten Aufnahmen unterscheiden
Einer im Ausland durchgeführten Umfrage zufolge gaben 43 % der Arbeitnehmer in der Türkei an, sie könnten einen Deepfake von einer echten Aufnahme unterscheiden. Im durchgeführten Test gelang es jedoch nur 21 %, ein echtes Bild von einem durch künstliche Intelligenz erzeugten Bild zu unterscheiden.
Deepfakes werden eingesetzt, um gefälschte Videos oder Bilder zu erstellen, mit denen Einzelpersonen oder Unternehmen betrogen werden sollen.
Cyberkriminelle könnten beispielsweise ein gefälschtes Video erstellen, in dem ein CEO eine Banküberweisung anfordert oder eine Zahlung genehmigt; dieses Video könnte dann dazu verwendet werden, Firmengelder zu stehlen.
Es können auch Videos oder Bilder erstellt werden, die dazu dienen, Einzelpersonen Geld oder Informationen zu entlocken. Cyberkriminelle können Deepfakes zudem nutzen, um Fehlinformationen zu verbreiten oder die öffentliche Meinung zu manipulieren.
Laut der Umfrage Kaspersky Business Digitization glauben 39 % der Arbeitnehmer in der Türkei, dass ihr Unternehmen aufgrund von Deepfakes Geld verlieren könnte.
Kaspersky hat zum Schutz vor Bedrohungen durch Deepfakes folgende Empfehlungen ausgesprochen:
- Überprüfen Sie die Cybersicherheitspraktiken in Ihrem Unternehmen. Beziehen Sie dabei nicht nur Softwarelösungen, sondern auch fortgeschrittene IT-Kompetenzen mit ein.
- Stärken Sie Ihre unternehmerische „menschliche Firewall“. Stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter verstehen, was Deepfakes sind, wie sie funktionieren und welche Herausforderungen sie mit sich bringen können. Organisieren Sie kontinuierliche Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen, um den Mitarbeitern beizubringen, wie man einen Deepfake erkennt. Die Kaspersky Automated Security Awareness Platform hilft Mitarbeitern dabei, über die neuesten Bedrohungen auf dem Laufenden zu bleiben und ihr Niveau an digitaler Kompetenz zu erhöhen.
- Nutzen Sie vertrauenswürdige Nachrichtenquellen als Referenz. Informationskompetenz ist das wichtigste Element, um die Verbreitung von Deepfakes zu verhindern.
- Etablieren Sie Protokolle wie „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.
- Sprachnachrichten und Videos mit Skepsis zu begegnen, garantiert zwar nicht, dass Menschen niemals getäuscht werden, kann aber dabei helfen, die meisten gängigen Fallen zu vermeiden.
- Seien Sie sich der grundlegenden Merkmale bewusst, auf die bei Deepfake-Videos geachtet werden muss, um nicht Opfer eines solchen Angriffs zu werden.
- Ruckartige Bewegungen, Lichtveränderungen beim Übergang von einem Bild zum nächsten, Veränderungen im Hautton, seltsames Blinzeln oder gar kein Blinzeln, nicht lippensynchrone Sprache, digitale Artefakte im Bild sowie eine absichtlich niedrig kodierte Videoqualität oder schlechte Beleuchtung können Anzeichen für einen Deepfake sein.
Nachrichtenquelle: 12punto
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