Kinder, die in diesen drei Monaten geboren werden, sind intelligenter
Der Einfluss des Geburtsmonats auf die kognitiven Fähigkeiten von Kindern ist wieder ein Thema: Aktuelle Studien zeigen, dass Kinder, die in den späten Herbst- und Wintermonaten geboren werden, im Vergleich zu ihren Altersgenossen einen leichten Vorteil bei Intelligenztests haben könnten.
Wie der Geburtsmonat die geistige Entwicklung von Individuen beeinflussen kann, bleibt seit vielen Jahren ein Diskussionsthema in der wissenschaftlichen Welt. Jüngste umfassende Studien haben das Interesse an diesem Bereich weiter gesteigert. In einer gemeinsamen Untersuchung von Wissenschaftlern der Harvard University und der University of Queensland wurde die Entwicklung von mehr als 21.000 Kindern von der Geburt bis zum 7. Lebensjahr regelmäßig beobachtet.
Als Ergebnis der Studie wurde festgestellt, dass insbesondere Kinder, die im Oktober, November und Dezember geboren wurden, sowohl bei körperlichen Maßen als auch bei kognitiven Tests hervorstachen. Diese Kinder werden im Neugeborenenalter im Durchschnitt etwas größer und schwerer geboren als ihre Altersgenossen, die in den Sommermonaten zur Welt kommen, und ihr Kopfumfang ist geringfügig größer.
Das eigentlich bemerkenswerte Ergebnis der Studie wurde erzielt, als die Kinder das 7. Lebensjahr erreichten. Die im Winter geborenen Kinder erzielten bei den durchgeführten Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit einen, wenn auch kleinen, statistischen Punktvorsprung gegenüber den in anderen Monaten geborenen Kindern.
EXPERTEN WEISEN AUF DEN ALTERS-EFFEKT HIN
Experten betonen, dass dieser Umstand weniger auf genetische Faktoren zurückzuführen ist, sondern vielmehr mit dem „relativen Alterseffekt“ zusammenhängt, dem Kinder in der Schule begegnen. Im Bildungssystem kann es je nach Einschulungsmonat zu einem Altersunterschied von 6 bis 8 Monaten zwischen den Kindern kommen. Diese wenigen Monate in jungen Jahren spielen eine entscheidende Rolle bei grundlegenden geistigen Funktionen wie Sprachkenntnissen, Lernkapazität und Aufmerksamkeit. Infolgedessen können Kinder, die innerhalb einer Klasse älter sind, bei Tests höhere Erfolge erzielen.
SAISONALE FAKTOREN WÄHREND DER SCHWANGERSCHAFT SIND EBENFALLS WICHTIG
Eine weitere Dimension des Themas betrifft die Entwicklung der Babys im Mutterleib. Bei Müttern, die im Winter entbinden, fällt die letzte Phase der Schwangerschaft meist in die Sommermonate. In diesem Zeitraum wirkt sich eine stärkere Sonneneinstrahlung, ein damit verbundener höherer Vitamin-D-Spiegel sowie ein leichterer Zugang zu frischen Lebensmitteln positiv auf die Entwicklung des Babys aus.
Zusätzlich kann es sich positiv auf die Entwicklung des Babys auswirken, wenn die ersten Monate der Schwangerschaft nicht in Zeiten fallen, in denen bestimmte Infektionskrankheiten weit verbreitet sind. Die Forscher geben an, dass die Hauptmotivation für den Erfolg der im Winter geborenen Kinder nicht genetischer Natur ist, sondern auf Umwelt- und Bildungsfaktoren beruht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kinder, die im späten Herbst und in den Wintermonaten zur Welt kommen, gewisse Vorteile haben könnten; man sollte jedoch nicht vergessen, dass hinter diesen Unterschieden ein komplexes Zusammenspiel steht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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