Regulierungen verschärft: Gesichtserkennung wird zur Pflicht!
Im Vereinigten Königreich wird erwartet, dass soziale Medien durch neue Vorschriften der britischen Regulierungsbehörde für Rundfunk, Telekommunikation und Post, Ofcom, zur Nutzung von Gesichtserkennungstechnologie verpflichtet werden, um das Alter minderjähriger Nutzer zu verifizieren. Diese neuen Regeln sollen die Sicherheit von Kindern im Internet erhöhen; bei Nichteinhaltung drohen den Verantwortlichen der sozialen Netzwerke hohe Geldstrafen und sogar Haftstrafen.
Soziale Medien bieten Kindern viele Möglichkeiten, bergen jedoch gleichzeitig zahlreiche Risiken. Aus diesem Grund ergreifen Regierungen weltweit Maßnahmen, um die Sicherheit von Kindern im Internet zu gewährleisten.
Technologiegiganten könnten aufgrund neuer Pläne der britischen Online-Regulierungsbehörde Ofcom, die im kommenden Frühjahr vorgestellt werden sollen, damit konfrontiert werden, die Online-Konten von Millionen von Kindern sperren zu müssen.

Wie die Zeitung „The Telegraph“ berichtet, sollen große Social-Media-Unternehmen gemäß der neuen Regelung, die im nächsten Monat in Großbritannien angekündigt werden soll, damit beginnen, das Alter minderjähriger Kinder mittels Gesichtserkennungstechnologie zu überprüfen.
Die Verantwortlichen der sozialen Netzwerke wurden gewarnt, dass ihnen bei Nichteinhaltung der festgelegten Richtlinien zur Sicherstellung, dass ihre Nutzer nicht minderjährig sind, hohe Geldstrafen und sogar Haftstrafen drohen.
John Higham, Leiter der Abteilung für Online-Sicherheitspolitik bei Ofcom, erklärte, man erwarte von den Social-Media-Plattformen den Einsatz „äußerst präziser und effektiver“ KI-gestützter Alterskontrollsysteme, um Konten von Kindern zu entfernen.

„SIE LÜGEN ÜBER IHR ALTER“
Obwohl beliebte soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat ein Mindestalter von 13 Jahren festgelegt haben, schätzt Ofcom, dass 60 Prozent der Kinder im Alter zwischen acht und 11 Jahren ein Profil auf diesen Plattformen besitzen. Zudem wurde festgestellt, dass ein Fünftel der minderjährigen Kinder auf sozialen Medien Profile erstellt, indem sie ihr Alter verschleiern.
John Higham äußerte seine Sicherheitsbedenken mit den Worten: „Man muss kein Genie sein, um zu verstehen, dass Kinder über ihr Alter lügen werden. Das ist ein ernstes Problem.“

HOHE GELDSTRAFEN UND HAFT
Diese Entwicklung wird durch neue Regeln gestützt, die Ofcom Anfang dieses Jahres veröffentlicht hat.
Um die Einhaltung des Online-Sicherheitsgesetzes (Online Safety Act) zu gewährleisten, wird Druck auf Social-Media-Unternehmen ausgeübt, strengere Maßnahmen gegen illegale und schädliche Inhalte zu ergreifen.
Gemäß den neuen Regeln, die im Frühjahr in Kraft treten, können Technologieunternehmen, die Kinder nicht vor Online-Gefahren schützen, mit Geldstrafen von bis zu 10 Prozent ihres weltweiten Umsatzes belegt werden; bei beharrlichen Verstößen können Führungskräfte sogar inhaftiert werden.

Technologieunternehmen argumentieren, dass sie in den letzten Jahren strengere Alterskontrollen eingeführt hätten, wie etwa das Scannen von Ausweisdokumenten, die Schätzung des Gesichts-Alters und die Altersverifizierung durch Eltern.
Untersuchungen von Ofcom ergaben jedoch, dass die meisten Kinder nicht dazu aufgefordert wurden, ihr Alter zu verifizieren. So mussten lediglich 18 Prozent der Instagram-Nutzer, 19 Prozent der TikTok-Nutzer und 14 Prozent der Snapchat-Nutzer ihr Geburtsdatum bestätigen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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