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Scharfe Kritik von Daron Acemoğlu an Google! 'Ungleichheit nimmt zu'

Der Nobelpreisträger und Ökonom Daron Acemoğlu erläuterte in einem Beitrag für die Financial Times, wie das Monopol von Google im Bereich der digitalen Werbung den Mediensektor und die demokratische Öffentlichkeit schwächt. Acemoğlu schlug eine 50-prozentige Steuer für digitale Werbegiganten vor, um den Wettbewerb zu fördern.

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Scharfe Kritik von Daron Acemoğlu an Google! 'Ungleichheit nimmt zu'

Der Nobelpreisträger und Ökonom Daron Acemoğlu diskutierte das Monopol, das Google bei der Nachrichtenverbreitung und dem Zugang zu Informationen in digitalen Medien erlangt hat. In seinem in der Financial Times veröffentlichten Artikel argumentierte Acemoğlu, dass die Dominanz von Google im Bereich der digitalen Werbung der demokratischen Öffentlichkeit schade.

Daron Acemoğlu kritisierte den Schaden, den der Internetriese Google dem Online-Nachrichtenökosystem zufügt, mit scharfen Worten. Der berühmte Ökonom, der am MIT tätig ist, erklärte in seinem Beitrag für die Financial Times, dass Google durch die Kontrolle des 876 Milliarden Dollar schweren digitalen Werbeökosystems unabhängige Nachrichtenorganisationen finanziell in den Ruin treibe.

Laut Acemoğlu führt dies nicht nur im Mediensektor, sondern in der gesamten Gesellschaft zu schwerwiegenden Schäden in Bezug auf den Zugang zu Informationen, die Meinungsfreiheit und eine gesunde Öffentlichkeit. „Während soziale Medien immer giftiger werden und von Extremisten als Waffe eingesetzt werden, verschwinden vertrauenswürdige Nachrichten weiterhin“, so Acemoğlu, der betonte, dass Nachrichtenorganisationen, die von Werbeeinnahmen abhängig geworden sind, gezwungen seien, unter den von Google festgelegten Bedingungen zu konkurrieren.

„DIESE REGULIERUNG WÄRE IN KEINER ANDEREN BRANCHE DENKBAR“

In seinem Artikel zitierte Acemoğlu einen ehemaligen Google-Manager mit folgendem Vergleich:

„Die Dominanz von Google in der Werbung ist so, als würden Citibank oder Goldman Sachs die New Yorker Börse besitzen. Das wäre in jeder anderen Branche inakzeptabel.“ Laut Acemoğlu führt dies dazu, dass der faire Wettbewerb in der digitalen Wirtschaft zusammenbricht und das Prinzip des öffentlichen Interesses ignoriert wird.

„ES SOLLTE EINE 50-PROZENT-STEUER ERHOBEN WERDEN“

Acemoğlu stellte in dem Artikel auch Lösungsvorschläge vor, die er gemeinsam mit seinem MIT-Kollegen Simon Johnson erarbeitet hat. Demnach sollte eine 50-prozentige Steuer für Unternehmen in Betracht gezogen werden, die einen jährlichen Umsatz von über 500 Millionen Dollar mit digitaler Werbung erzielen. Acemoğlu argumentierte, dass diese Einnahmen so gelenkt werden sollten, dass sie unabhängige Medien und öffentliche digitale Räume unterstützen.

„DEMOKRATISCHE INSTITUTIONEN MÜSSEN DIE REGELN FESTLEGEN“

Acemoğlu erinnerte daran, dass die Europäische Union mit dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act) und dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) bereits einige Schritte unternommen habe, und sagte, dass es auch in den USA parteiübergreifende Unterstützung für Kartellmaßnahmen gebe. Acemoğlu betonte, dass demokratische Institutionen die Marktordnung festlegen müssten, und sagte: „Das Silicon Valley diktiert schon viel zu lange die Regeln des Internets. Während der Wettbewerb abnimmt, nimmt die Ungleichheit zu.“

Acemoğlu rief auch Europa zum Handeln auf und beendete seinen Artikel wie folgt:

„Jetzt muss Europa diese Sache zu Ende bringen. Das Silicon Valley diktiert schon viel zu lange die Regeln des Internets und gestaltet die Märkte so, dass sie den eigenen Interessen dienen, während der Wettbewerb abnimmt und die Ungleichheit zunimmt. Europa kann zeigen, dass unsere digitale Zukunft nicht von Monopolen, sondern von demokratischen Institutionen gestaltet werden sollte, indem es Maßnahmen ergreift, um das Werbemonopol von Google zu brechen.“




Nachrichtenquelle: 12punto

Daron Acemoğlu