Spyware-Schock für iPhone-Nutzer: Apple warnt
Apple hat iPhone-Nutzer in 110 Ländern darüber informiert, dass ihre Geräte Ziel eines gezielten Spyware-Angriffs sein könnten.
Apple hat an bestimmte iPhone-Nutzer in 110 Ländern eine spezielle „Bedrohungsmeldung“ gesendet, in der darauf hingewiesen wird, dass ihre Geräte Ziel eines gezielten Spyware-Angriffs sein könnten.
Es wurde mitgeteilt, dass die Benachrichtigungen den Nutzern auf dem Sperrbildschirm ihrer iPhones sowie per E-Mail zugestellt wurden. Das Unternehmen betonte, dass diese Warnungen an Personen verschickt wurden, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihrer öffentlichen Position einem höheren Risiko digitaler Überwachung ausgesetzt sind.
Zu den Gruppen, die diese Warnungen erhielten, gehören Journalisten, Diplomaten, gewählte Amtsträger sowie hochrangige Führungskräfte aus der Wirtschaft.
Die Software, die Apple als „kommerzielle Spyware“ bezeichnet, kann dazu verwendet werden, die Zielpersonen heimlich zu überwachen, und wird teilweise an Regierungen verkauft. Es wird darauf hingewiesen, dass Angreifer mit dieser Art von Software auf Daten auf den Geräten, frühere Kommunikationsaufzeichnungen, Mikrofone und Kameras, Standortinformationen sowie andere sensible Inhalte zugreifen können.
Das Unternehmen beschreibt die betreffende Spyware als eine der modernen Methoden des Telefonabhörens.
Apple hat keine Informationen darüber geteilt, wer hinter den jüngsten Angriffen steckt. Das Unternehmen vermeidet es ausdrücklich, die technischen Beweise, die den Bedrohungsmeldungen zugrunde liegen, öffentlich zu machen.
Andererseits betont Apple, dass die an die Nutzer gesendete Benachrichtigung nicht zwangsläufig bedeutet, dass das Gerät bereits kompromittiert wurde. Die Meldung besagt lediglich, dass Apple Informationen erhalten hat, die das Unternehmen zu der Annahme führen, dass der Nutzer ins Visier genommen wurde.
Das Unternehmen empfiehlt Nutzern, die eine solche Warnung erhalten, diese ernst zu nehmen und die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Geräte, Konten und persönlichen Daten umzusetzen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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