TikTok im Visier der EU! Untersuchung eingeleitet
Die Europäische Union wird TikTok wegen mutmaßlicher Verstöße gegen den Jugendschutz und die Regeln für transparente Werbung untersuchen.
Die Europäische Union wird die TikTok-App des Unternehmens ByteDance aufgrund von Verstößen gegen den Jugendschutz und die Regeln für transparente Werbung einer Prüfung unterziehen. Während die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Social-Media-Apps häufig Gegenstand von Diskussionen sind, ist es mittlerweile ein bekanntes Phänomen, dass diese Plattformen insbesondere beim Schutz von Minderjährigen und bei der Transparenz regelmäßig in Konflikt mit den Behörden geraten. Nun ist TikTok in den Fokus der Europäischen Union gerückt.
EU-Industriekommissar Thierry Breton erklärte, die Entscheidung sei nach einer Risikoanalyse der TikTok-Videos sowie der Auswertung der Antworten auf Informationsanfragen getroffen worden. Breton sagte: "Heute leiten wir eine Untersuchung gegen TikTok ein, da der Verdacht auf Verstöße in den Bereichen Transparenz und Schutz von Minderjährigen, süchtig machendes Design sowie Bildschirmzeitbegrenzungen besteht."
Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) der Europäischen Union fordert insbesondere von großen Plattformen und Suchmaschinen, eine aktivere Rolle bei der Bekämpfung riskanter und illegaler Inhalte einzunehmen. Sollte das in China ansässige Unternehmen ByteDance, der Eigentümer von TikTok, für schuldig befunden werden, drohen dem Unternehmen Geldstrafen von bis zu 6 % seines Jahresumsatzes.
In einer Stellungnahme von TikTok wurde betont, dass man weiterhin mit Experten zusammenarbeiten wolle, um die Sicherheit junger Nutzer und der Plattform zu gewährleisten. Zudem wurde hervorgehoben, dass TikTok darauf gespannt sei, der Europäischen Kommission die Funktionsweise der Plattform zu erläutern. Es wurde erklärt, dass TikTok branchenführend beim Schutz von Nutzern unter 13 Jahren sei und aktiv gegen diese Probleme vorgehe. Die Europäische Kommission wird das Systemdesign und die algorithmischen Systeme der Plattform untersuchen, um festzustellen, ob diese ein Suchtpotenzial aufweisen. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die EU aus ähnlichen Gründen bereits Untersuchungen gegen andere Plattformen eingeleitet hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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