Warum verschwinden Curved-TVs aus den Regalen, während sie sich bei Monitoren etabliert haben?
Gebogene Bildschirme, die in Wohnzimmern an Problemen mit dem Betrachtungswinkel und der Ästhetik scheiterten, haben sich durch die Erfahrung eines einzelnen Nutzers am Schreibtisch auf dem Monitormarkt durchgesetzt.
Einst als die Zukunft des Heimkinos vermarktet, sind Curved-Fernseher vom Markt verschwunden, da sie das erwartete Interesse nicht wecken konnten. Im Gegensatz dazu hat sich derselbe Designansatz einen dauerhaften Platz erobert, insbesondere bei Gaming-Monitoren und Ultra-Wide-Bildschirmen.
Das Hauptversprechen von Curved-TVs bestand darin, das immersive Seherlebnis aus dem Kino in die Wohnzimmer zu bringen. Da der Abstand zwischen Zuschauer und Bildschirm bei der Fernsehnutzung jedoch meist mehrere Meter beträgt, war dieser Effekt nur schwer wahrnehmbar. Zudem wurden Farb- und Kontrastverluste für Nutzer, die nicht direkt vor dem Bildschirm saßen, zu einem erheblichen Nachteil.
Die Probleme des Designs auf der Fernsehseite beschränkten sich nicht nur auf die Bildqualität. Während die Produktion und der Transport großformatiger gebogener Panels schwieriger wurden, wirkten sich auch die etablierten Nutzungsgewohnheiten, wie das Aufhängen von Flachbildschirmen an der Wand, negativ auf die Curved-Modelle aus. Dass Samsung die Produktion dieser Panels im Jahr 2020 einstellte, wurde als das faktische Ende der Ära der Curved-TVs gewertet.
BEI MONITOREN HABEN SICH DIE BEDINGUNGEN GEÄNDERT
Bei der Nutzung von Desktop-Computern entwickelte sich das Bild jedoch anders. Vor Monitoren sitzt meist ein einzelner Nutzer in geringem Abstand und auf zentraler Höhe. Dies eliminiert das Problem des Betrachtungswinkels, das bei Fernsehern durch gebogene Bildschirme entstand, weitgehend und sorgt insbesondere bei Breitbildschirmen für ein natürlicheres Sichtfeld.

Den in Quellen angeführten Einschätzungen zufolge kann die Krümmung bei Monitoren zwischen 27 und 32 Zoll die Kopfbewegungen des Nutzers reduzieren und es insbesondere bei Spielen erleichtern, die Elemente auf dem Bildschirm zu verfolgen. Bei Ultra-Wide-Modellen wird dieser Effekt noch deutlicher; das Bild verteilt sich auf eine Weise, die besser mit dem peripheren Sichtfeld des Nutzers harmoniert.
Die Erfahrung mit gebogenen Panels, die auf dem TV-Markt keinen kommerziellen Erfolg erzielen konnte, hat sich für Monitorhersteller in technisches Know-how verwandelt. Beispiele wie die 34-Zoll-Ultra-Wide-Modelle von Alienware und der auf Simulationen ausgerichtete 55-Zoll-Odyssey-Ark-Bildschirm von Samsung zeigen, dass das gebogene Design am Schreibtisch einen geeigneteren Einsatzbereich gefunden hat als im Wohnzimmer.
Nachrichtenquelle: 12punto
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