Vorwürfe um „Kılıç Çatma“-Umfrage bei Militärstudenten: Sorge vor Profiling!
Während die Debatten nach der Entlassung von fünf Leutnanten andauern, soll das dem Landkommando unterstellte Ausbildungs- und Doktrinkommando (EDOK) eine aufsehenerregende Umfrage unter Militärstudenten durchgeführt haben. Die Frage „Haben Sie an der Kılıç-Çatma-Zeremonie teilgenommen?“ in der Umfrage führte zu Spekulationen, dass die Ermittlungen ausgeweitet werden könnten.
Das dem Landkommando unterstellte Ausbildungs- und Doktrinkommando (EDOK) hat eine Umfrage unter Militärstudenten durchgeführt. Es wurde bekannt, dass Militärstudenten, die an den dem EDOK-Kommando unterstellten Klassenschulen ausgebildet werden, per Kurznachricht auf ihre Mobiltelefone kontaktiert und in die Hörsäle gerufen wurden, wo ihnen ein Fragebogen mit zwei Fragen ausgehändigt wurde.
Laut einem Bericht von Halk TV bezog sich die erste Frage in der Umfrage auf das „Kılıç Çatma“-Ritual (das symbolische Kreuzen der Säbel), das nach der Abschlussfeier am 30. August durchgeführt wurde.
Die Studenten wurden gefragt: „Haben Sie an dem Kılıç-Çatma-Ritual teilgenommen?“ In der zweiten Frage hieß es: „Falls Sie an dem Kılıç-Çatma-Ritual teilgenommen haben, wer war bei Ihnen?“
Diese Fragen lösten unter den Militärstudenten Besorgnis aus und warfen Fragen zum Zweck der Umfrage auf. Besonders auffällig war, dass die Studenten zwar darauf hingewiesen wurden, dass die Teilnahme an der Umfrage verpflichtend sei, die Beantwortung der Fragen jedoch nicht, sie aber dennoch zur Angabe von Vorname, Nachname und Dienstnummer verpflichtet wurden.
DURCHFÜHRUNG PER MÜNDLICHER ANWEISUNG OHNE SCHRIFTLICHEN BEFEHL
Als die Militärstudenten nach der Begründung der Umfrage und einem schriftlichen Befehl fragten, wurde ihnen mitgeteilt, dass ein solches Dokument nicht existiere, die Umfrage jedoch auf mündliche Anweisung hin durchgeführt werde. Den Studenten wurde erklärt, dass die Teilnahme an der Umfrage verpflichtend sei, sie jedoch nicht gezwungen seien, die Fragen zu beantworten. Dennoch führte die Forderung nach Identitätsdaten zu Vorwürfen der Registrierung (Fişleme) unter den Studenten.
SORGE VOR REGISTRIERUNG: „DIESER VORGANG IST RECHTSWIDRIG“
Militärische Quellen geben an, dass es sich bei diesem Vorgang nicht um ein übliches Verfahren handele. Einige dem Thema nahestehende Personen behaupteten, dies könne ein Versuch der Registrierung sein und stelle eine rechtswidrige Praxis dar.
Die Quellen äußerten sich wie folgt: „Solche Praktiken haben bereits in der Vergangenheit zu Debatten geführt. Hier ist die Erfassung persönlicher Daten und die Abfrage der Teilnahme an einer bestimmten Zeremonie eindeutig ein Versuch der Registrierung. Es sollte geprüft werden, ob dies einen Straftatbestand darstellt und ob rechtliche Schritte gegen den EDOK-Kommandeur eingeleitet werden müssen.“
Die gezielten Fragen zur Teilnahme an der Kılıç-Çatma-Zeremonie führten zu Interpretationen, dass die laufenden Ermittlungen ausgeweitet werden könnten. Während die Auswirkungen der Entlassungsentscheidung gegen die fünf Leutnante anhalten, werden Behauptungen laut, dass diese Umfrage Druck auf andere Militärstudenten ausüben könnte und es in Zukunft zu ähnlichen Entlassungen kommen könnte.
Nachrichtenquelle : 12punto
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