Haftstrafe für Medyaradar-Chefredakteur Denizhan Erkoç
Nach einer Beschwerde von Turkuvaz Medya, die zu einer Zugangssperre für Medyaradar führte, wurde der Chefredakteur Denizhan Erkoç wegen Verstoßes gegen das Markengesetz zu 10 Monaten Haft verurteilt.
Eine Restaurantmarke aus Ankara hatte Strafanzeige gegen Denizhan Erkoç, den Chefredakteur von Medyaradar, erstattet, da dieser den Namen der Marke für seinen Arbeitsplatz verwendet hatte, was laut der Marke eine Verletzung ihrer Markenrechte darstelle.
Wie die der Regierung nahestehende Zeitung Sabah berichtete, wurde im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara eingeleiteten Ermittlungen Anklage gegen Denizhan Erkoç erhoben, mit der Forderung nach einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren wegen „Verletzung von Markenrechten“.
10 MONATE HAFTSTRAFE
Das Gericht für geistiges Eigentum und gewerblichen Rechtsschutz in Ankara entschied, Erkoç zu 10 Monaten Haft zu verurteilen, mit der Begründung, dass seine Markenregistrierung zwar existiere, diese jedoch nur Beherbergungsdienstleistungen abdecke und nicht den Gastronomiebereich.
EINSPRUCH ABGELEHNT, STRAFE RECHTSKRÄFTIG
Während die Anwälte von Erkoç gegen das Urteil Berufung einlegten, wies die 23. Strafkammer des Regionalgerichts Ankara, an die der Fall verwiesen wurde, den Einspruch zurück. Damit ist das Urteil gegen Erkoç rechtskräftig.
MEDYARADAR WAR MIT EINER ZUGANGSSPERRE BELEGT WORDEN
Aufgrund einer Beschwerde von Turkuvaz Medya war für Medyaradar eine Zugangssperre verhängt worden. In einem Gespräch mit 12punto bezüglich der Sperre erklärte Erkoç, dass die Entscheidung nicht rechtmäßig sei und der Einspruchsprozess aufgrund der gerichtlichen Sommerpause verzögert worden sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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