Neue Entwicklung im „Tosuncuk“-Prozess: Haftentlassung für 2 Angeklagte
Im Prozess gegen 20 Angeklagte, darunter der Gründer von Çiftlik Bank, Mehmet Aydın, und sein Bruder Fatih Aydın, denen vorgeworfen wird, Tausende Menschen betrogen zu haben, wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft für Aydın angeordnet. Während die Haft für 4 Personen fortbesteht, wurden 2 Angeklagte aus der Haft entlassen.
Die Anhörung im Prozess gegen Mehmet Aydın, bekannt unter dem Spitznamen „Tosuncuk“, dem vorgeworfen wird, über das von ihm gegründete System Çiftlik Bank Tausende Menschen betrogen zu haben, fand am 11. November statt.
In der Anhörung vor dem 6. Schwurgericht am Justizpalast Anadolu wurden die Aussagen der Angeklagten aufgenommen. In dem Verfahren, in dem für Mehmet Aydın eine Freiheitsstrafe von 88.302 Jahren gefordert wird, stehen neben dem als „Tosuncuk“ bekannten Mehmet Aydın auch sein Bruder Fatih Aydın sowie 18 weitere Personen vor Gericht.
ZWISCHENBESCHEID VERKÜNDET
Während für 4 Personen, darunter Mehmet Aydın, die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet wurde, kamen 2 Angeklagte frei.

WAS WAR GESCHEHEN?
Die ursprünglich als Online-Spielplattform gegründete Çiftlik Bank entwickelte sich mit der Zeit zu einem System, in das Hunderttausende Nutzer investierten. Die Nutzer zeigten Interesse an der Plattform mit dem Versprechen, durch den Kauf virtueller Tiere mit ihrem eingezahlten Geld und durch häufige Besuche echtes Geld verdienen zu können.
77.843 Personen, die in der Hoffnung auf höhere Gewinne Geld in das System investierten, bemerkten, dass sie betrogen wurden, als sie nicht einmal ihre Einlagen zurückerhielten. Laut einem Bericht des Kapitalmarktgremiums (SPK) wurden von den 77.843 Personen insgesamt 511 Millionen TL eingesammelt, wovon 62.877 Personen 393,3 Millionen TL zurückgezahlt wurden. Das verbleibende Geld sei nach Zypern sowie auf die Konten des Çiftlik Bank-CEOs Mehmet Aydın und seiner Ehefrau transferiert worden.
Mehmet Aydın, bekannt unter dem Spitznamen „Tosuncuk“, wurde aus Brasilien in die Türkei ausgeliefert, während sein Bruder Fatih Aydın in Uruguay gefasst und in die Türkei überstellt wurde. Im Rahmen der Ermittlungen zur „Çiftlik Bank“ werden für die Aydın-Brüder wegen des Betrugs an insgesamt 4.582 Personen Freiheitsstrafen von mehreren zehntausend Jahren gefordert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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