TKH reagiert: „Der Kassationsgerichtshof hat das Despotie-Regime besiegelt“

Die Kommunistische Bewegung der Türkei (TKH) hat in einem Beitrag auf ihrem Social-Media-Kanal die Entscheidung des Kassationsgerichtshofs (Yargıtay) im Fall Can Atalay scharf kritisiert.

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Die 3. Strafkammer des Kassationsgerichtshofs hat über das Urteil des Verfassungsgerichts (AYM) zur Verletzung der Rechte des für die Arbeiterpartei der Türkei (TİP) gewählten Abgeordneten Can Atalay beraten. Die Kammer entschied, dem Urteil nicht Folge zu leisten, mit der Begründung, dass „die Entscheidung des Verfassungsgerichts zur Rechtsverletzung keinen rechtlichen Wert hat“.

Nach dieser Entwicklung gab es aus vielen Kreisen Kritik.

Eine der kritischen Stimmen zu dieser Entscheidung kam von der TKH. In ihrem Beitrag auf den Social-Media-Konten wurde die Aussage „Der Kassationsgerichtshof hat das Despotie-Regime besiegelt“ verwendet.

In der Erklärung der Kommunistischen Bewegung der Türkei hieß es:

„Der Kassationsgerichtshof hat das Despotie-Regime besiegelt!

Dass das in der Verfassung verankerte Konzept eines demokratischen, laizistischen und sozialen Rechtsstaates für unser Land nicht mehr gültig ist, wurde mit der zweiten Entscheidung der 3. Kammer des Kassationsgerichtshofs zum TİP-Abgeordneten Can Atalay erneut deutlich.

Demonstrationen auf der Straße unter dem Namen des Kalifats sind ein konkretes Beispiel für die Abschaffung des Laizismus, und die Entscheidung des Kassationsgerichtshofs ist ein konkretes Beispiel dafür, wie das Recht mit Füßen getreten wird. Wir erwarten von einem Despotie-Regime ohnehin keine Demokratie und von dieser Armutsordnung keinen Sozialstaat.

Diejenigen, die das Verfassungsgericht ignorieren, haben zudem gezeigt, dass sie auch den vom Volk gewählten Abgeordneten ignorieren und das Parlament in eine symbolische Institution verwandeln.

Niemand sollte mehr auf das ‚Demokratiespiel‘ dieses Despotie-Regimes hereinfallen, in dem die grundlegenden und unveränderlichen Bestimmungen der Verfassung sowie das Parlament ignoriert werden.“