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Warum stechen Mücken manche Menschen häufiger? Neue Studie deutet auf Hautbakterien hin

Eine neue Studie hat gezeigt, dass neben Kohlendioxid und Körpertemperatur auch die durch Hautbakterien erzeugten Gerüche bei der Zielwahl von Mücken eine Rolle spielen können.

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Warum stechen Mücken manche Menschen häufiger? Neue Studie deutet auf Hautbakterien hin

Während manche Menschen in den Sommermonaten in derselben Umgebung von Mücken regelrecht belagert werden, werden ihre Begleiter kaum gestochen. Eine neue Studie, die sich mit den Gründen für diesen Unterschied befasst, hebt das Geruchsprofil hervor, das von den auf der menschlichen Haut lebenden Bakterien erzeugt wird.

Laut der im Fachmagazin iScience veröffentlichten Studie folgen Mücken bei der Suche nach Menschen nicht nur Signalen wie Kohlendioxid, Körpertemperatur und Feuchtigkeit. Auch flüchtige chemische Verbindungen, die durch die Interaktion von Bakterien mit Schweiß, Talg und natürlichen Hautsekreten entstehen, können den von Mücken wahrgenommenen Geruch verändern.

Yeşil yaprak altında duran bir sivrisineğin yakın plan görüntüsü
Die Untersuchung zeigte, dass die Reaktion von Mücken auf menschliche Gerüche je nach Art variieren kann.

DREI VERSCHIEDENE MÜCKENARTEN GETESTET

Die Forscher verglichen den Geruch von etwa 120 Freiwilligen in Miami mit drei Mückenarten. In den Experimenten wurden die als Gelbfiebermücke bekannte Aedes aegypti, die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus und die Südliche Hausmücke Culex quinquefasciatus verwendet.

In der Studie wurde nicht nur beobachtet, auf welche Freiwilligen die Mücken zusteuerten. Es wurden Proben der Luft um die Haut der Teilnehmer entnommen und die chemischen Verbindungen analysiert, die das Geruchsprofil bilden. Zudem wurden durch DNA-Sequenzierung die Mikroorganismen untersucht, die auf der Haut leben, wofür Abstriche vom Unterarm genommen wurden.

Die Ergebnisse zeigten, dass es keinen einzigen „anziehenden menschlichen Geruch“ gibt, der für alle Mücken gleichermaßen gilt. Ein chemisches Profil, das eine Person für Aedes aegypti attraktiver macht, muss bei einer anderen Mückenart nicht denselben Effekt haben.

İnsan derisi üzerinde duran bir sivrisineğin yakın plan görüntüsü
In der Studie wurde bewertet, dass flüchtige Verbindungen, die von der menschlichen Haut ausgehen, bei der Orientierung von Mücken eine Rolle spielen könnten.

246 VERSCHIEDENE MIKROBENARTEN IDENTIFIZIERT

In der Untersuchung wurden insgesamt 246 verschiedene Mikrobenarten auf der Haut der Freiwilligen identifiziert. Da diese Mikroorganismen in unterschiedlichen Anteilen von Person zu Person vorkommen, führen sie auch zu Veränderungen der Gerüche, die durch Schweiß und Hautfette entstehen. Auf diese Weise trägt jeder Mensch ein einzigartiges Geruchsprofil, das von Mücken wahrgenommen werden kann.

Den Ergebnissen zufolge zeigte Aedes aegypti eine leichte Präferenz für männliche Teilnehmer; bei den Arten Aedes albopictus und Culex quinquefasciatus wurde jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen Frauen und Männern festgestellt. Daher betonen die Forscher, dass das Geschlecht nicht als allgemeiner Attraktivitätsfaktor für alle Mückenarten angesehen werden kann.

Es wurde beobachtet, dass die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus ein größeres Interesse an Menschen zeigte, die bestimmte Geruchsverbindungen wie Ketone aufwiesen. Dieser Befund deutet darauf hin, dass Mücken bei der Wahl ihres Wirts sowohl gemeinsame als auch artspezifische chemische Hinweise nutzen können.

İnsan derisi üzerinde kanla beslenmiş bir sivrisineğin yakın plan görüntüsü
Experten zufolge könnten die Erkenntnisse über das Hautmikrobiom in Zukunft zur Entwicklung neuer Mückenschutzmethoden beitragen.

Die Studie betont, dass – entgegen der weit verbreiteten Annahme, Mücken könnten die Blutgruppe eines Menschen aus der Ferne erkennen und direkt auf diese Person zusteuern – die eigentlichen Signale Kohlendioxid, Temperatur, Feuchtigkeit und die flüchtigen Verbindungen sind, die den Hautgeruch bilden.

Wissenschaftler bewerten, dass durch eine detailliertere Bestimmung, welche Hautbakterien die Mücken anlockenden oder abstoßenden Verbindungen produzieren, in Zukunft neue mikrobiombasierte Schutzmethoden entwickelt werden könnten. Es wird darauf hingewiesen, dass solche Studien auch neue Instrumente im Kampf gegen durch Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya und das West-Nil-Virus bieten könnten.


Nachrichtenquelle: 12punto

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