Krise beim Hauptaktionär von Katılımevim: Flucht ins Ausland per Boot
Während der Genehmigungsprozess für die Übernahme der Pusula Finans Holding durch die Tera-Gruppe läuft, sorgen die Vorwürfe gegen Yarız und das gegen Turhan verhängte Ausreiseverbot für Aufsehen.
Während der Verkaufsprozess der Pusula Finans Holding, die die Mehrheitsanteile an Katılımevim hält, an die Tera-Gruppe andauert, haben neue Entwicklungen in der Unternehmensführung für Aufsehen in Finanzkreisen gesorgt. Berichten zufolge, die an die Öffentlichkeit gelangten, soll der Vorstandsvorsitzende von Pusula Portföy, Muhammet Yarız, sein Mobiltelefon in seinem Büro zurückgelassen haben und von Marmaris aus mit einem Boot ins Ausland geflohen sein.
Im Anschluss an diese Entwicklung wurde bekannt, dass die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft ein Ausreiseverbot gegen den Vorstandsvorsitzenden der Pusula Holding und von Katılımevim, Serdar Turhan, verhängt hat. In den Bewertungen der Staatsanwaltschaft kamen zudem Behauptungen auf, wonach Turhan vor Kurzem eine Aufenthaltserlaubnis und eine Villa in Griechenland sowie Immobilien in Dubai erworben haben soll.

Der Prozess hatte am Freitag mit einer Mitteilung an die Plattform für öffentliche Offenlegung (KAP) begonnen. In der Erklärung wurde bekannt gegeben, dass zwischen den Parteien eine Einigung über die Übertragung der Pusula Finans Holding, die auch die Mehrheitsanteile an Katılımevim umfasst, an die Tera-Gruppe erzielt wurde. Für den Abschluss der Transaktion ist die Genehmigung durch Regulierungsbehörden wie das Kapitalmarktamt (SPK), die Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) sowie die Wettbewerbsbehörde erforderlich.
TERA-GRUPPE: ÜBERNAHMEPROZESS DAUERT AN
Nach den jüngsten Ereignissen stellten sich Investoren die Frage, ob der Verkaufsprozess beeinträchtigt werden könnte. Die Aktien von Katılımevim hatten nach Bekanntgabe der Verkaufsnachricht an zwei Handelstagen jeweils einen Anstieg von 10 Prozent verzeichnet. Die Tera-Gruppe teilte in einer Erklärung mit, dass sich an ihren strategischen und finanziellen Bewertungen bezüglich der geplanten Übernahme nichts geändert habe.
Es ist erforderlich, unsere Investoren darüber zu informieren, dass die an die Öffentlichkeit gelangten Entwicklungen unabhängig von der Rechtspersönlichkeit, den Aktivitäten und der Unternehmensstruktur der Pusula Finans Holding AŞ und ihrer Tochtergesellschaften sind; daher hat sich an der strategischen und finanziellen Bewertung der geplanten Übernahme durch die Tera-Gruppe nichts geändert.

In der Erklärung der Tera-Gruppe wurde zum Ausdruck gebracht, dass die geplante Übernahme Teil des Ziels sei, die Aktivitäten im Bereich der Finanzdienstleistungen auszuweiten, die Skalierung zu erhöhen und verschiedene Finanzdienstleistungen unter einer integrierten Struktur zu bündeln. Das Unternehmen betonte, dass die Tätigkeitsbereiche, die institutionellen Kapazitäten und die finanzielle Infrastruktur der Pusula Finans Holding und ihrer Tochtergesellschaften die Grundlage der Bewertung bildeten.
In der Mitteilung wurde festgehalten, dass der Abschluss der Transaktion neben dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen der zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auch von der Erfüllung anderer zwischen den Parteien vereinbarter Abschlussbedingungen abhänge. Die Tera-Gruppe kündigte an, dass entwicklungsrelevante Informationen, die der Öffentlichkeit mitgeteilt werden müssen, im Rahmen der Bestimmungen des Kommuniqués über besondere Situationen des SPK an die Investoren weitergegeben werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Festnahme von 2 Polizeidirektoren in Antalya
Das große Bild hinter dem 12. September
Überraschende Entscheidung von Musaba nach Abschied von Fenerbahçe
12. September: Ein Tag der Schande in der türkischen politischen Geschichte
Der Staat ist verschuldet, das Volk ist verschuldet…
Vorbereitungen für eine neue Ära beim türkischen Reisepass
„Die Entscheidung liegt beim Volk“-Kundgebung in Üsküdar
Ein Essay über künstliche Intelligenz, digitalen Faschismus und utopischen Kommunismus
Verkaufsprozess bei Katılımevim-Hauptaktionär in der Krise
Maria Suphi: Die als Kriegsbeute betrachtete Frau