Feuerwehrbericht zum Hotelbrand in Bolu mit 78 Todesopfern veröffentlicht

Der Feuerwehrbericht zum Brand im Grand Kartal Hotel wurde veröffentlicht. Dem Bericht zufolge brach das Feuer im Küchen-/Restaurantbereich im 4. Stock aus; mehr als 50 Personen wurden über die Fenster gerettet. Im Bericht heißt es: „Da das Gebäude stark beschädigt ist und keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung vorliegen, wird empfohlen, die Brandursache durch einen Sachverständigen bewerten zu lassen.“

İHA

Der von der Feuerwehr der Stadtverwaltung Bolu erstellte Brandbericht zu dem Feuer, das am Dienstag, den 21. Januar, um 03.30 Uhr im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Kartalkaya ausbrach und 78 Menschen das Leben kostete, wurde veröffentlicht.

Im Bericht wird festgehalten, dass die erste Meldung um 03.30 Uhr einging, die Feuerwehrkräfte mit 11 Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften ausrückten und nach einer Fahrt von 42 Kilometern um 04.24 Uhr am Einsatzort eintrafen. In dem Bericht, in dem vermerkt ist, dass bei den Löscharbeiten 500 Tonnen Wasser verwendet wurden, finden sich folgende Angaben zur Brandursache und zum Geschehen:

„Aufgrund der Aussagen des Hotelpersonals und von Augenzeugen, die als Erste am Brandort eingriffen, sowie unserer eigenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Feuer im Küchen-/Restaurantbereich im 4. Stock ausbrach. Bei Bränden in geschlossenen Räumen ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Hitze, heißem Rauch und Flammen durch das Verbrennen von leicht entzündlichen Materialien wie Holz, Kunststoff usw., die die Brandlast bilden, in der Regel gering, bevor Faktoren wie das Zerbrechen von Fenstern oder das Öffnen von Türen, die eine Luftzufuhr ermöglichen, eintreten.

Aus diesen Gründen verursacht das Feuer eine sehr hohe Hitzeentwicklung und Zerstörung. Der Ausgangspunkt des Brandes ist aufgrund der durchgeführten Feststellungen eindeutig nachvollziehbar.

Darüber hinaus ist es physikalisch unvermeidlich, dass sich Hitze, Rauch und Flammen nach oben bewegen. Aufgrund dieser Anzeichen ist ersichtlich, dass der 3. Stock nicht der Ausgangspunkt des Brandes war, sondern lediglich von der Ausbreitung betroffen war und daher weniger stark beschädigt wurde.

Da das Gebäude stark beschädigt ist und keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung vorliegen, wird empfohlen, die Brandursache durch einen Sachverständigen bewerten zu lassen.“

„MEHR ALS 50 BÜRGER ÜBER FENSTER GERETTET“

In dem Bericht, in dem mitgeteilt wird, dass mehr als 50 Personen mit einem Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter aus den Fenstern des Hotels und eine Person mit einem Sprungpolster gerettet wurden, heißt es: „Beim Eintreffen am Einsatzort stand das Grand Kartal Hotel bereits in hellen Flammen.

Das Feuer wurde von uns gelöscht. Mehr als 50 Bürger wurden von der Vorderseite des Hotels mit dem Drehleiterfahrzeug aus den Fenstern ihrer Zimmer evakuiert.

Da die Zufahrt für das Drehleiterfahrzeug und die Löschfahrzeuge zur Rückseite des Gebäudes aufgrund der verschneiten Straße und des lockeren Untergrunds nicht möglich war, wurde ein Bürger mit einem Sprungpolster gerettet und evakuiert.

Ausgehend vom Lobbybereich des Gebäudes wurden auf allen Etagen Such- und Rettungsarbeiten eingeleitet; die in den Zimmern, auf den Treppenabsätzen und in den Fluren auf jeder Etage verstorbenen Bürger wurden identifiziert und von uns geborgen. Durch den Brand ist das gesamte Hotelgebäude unbrauchbar geworden.

Bezüglich der Anzahl der Toten und Verletzten wurde ein offizielles Schreiben an die Gesundheitsdirektion der Provinz Bolu gerichtet, jedoch konnte keine Antwort erhalten werden. Die Informationen wurden auf Basis der Berichterstattung in nationalen und lokalen Medien in den entsprechenden Abschnitt des Formulars eingetragen.

Die Evakuierung der verstorbenen und verletzten Bürger erfolgte gemeinsam mit den unterstützenden Feuerwehreinheiten, AFAD-Personal, der Jandarma-Such- und Rettungseinheit (JAK), UMKE-Teams und NGOs. Das Feuer wurde von uns gelöscht, und nach Durchführung der notwendigen Kontrollen wurde der Einsatzort den Jandarma-Einheiten und der Spurensicherung der Jandarma übergeben, bevor die Rückkehr zur Zentrale erfolgte. Zur Sicherheit verblieben 2 Fahrzeuge und 4 Einsatzkräfte am Brandort. Als Fortsetzung des Berichts wurde der Bericht Nr. 64/1 erstellt.“