Neue Forderungen im Fall Rojin Kabaiş: 7.353 Fahrzeuge und neue DNA-Analysen im Fokus
In der Akte der in Van tot aufgefundenen Studentin Rojin Kabaiş haben die Anwälte der Familie neue Anträge auf Überprüfung von Fahrzeugregistrierungen, Funkzellendaten und DNA-Analysen gestellt.
In den Ermittlungen zum Tod der 21-jährigen Studentin Rojin Kabaiş, deren lebloser Körper 18 Tage nach ihrem Verschwinden am 27. September 2024 am Ufer eines Sees gefunden wurde, sind neue Untersuchungsanträge in den Fokus gerückt.
Rojin Kabaiş’ Vater Nizamettin Kabaiş sowie die Anwälte der Familie, Abdurrahman Karabulut und Şahin Cangüleç, trafen sich in Van mit Pressevertretern, um über den aktuellen Stand des Verfahrens zu informieren. Anwalt Karabulut erklärte, dass sie seit dem 10. Juli bei der Staatsanwaltschaft Anträge zu etwa 30 verschiedenen Punkten gestellt hätten, von denen der Großteil angenommen wurde und die Untersuchungen dazu andauern.
FAHRZEUGREGISTRIERUNGEN UND FUNKZELLENDATEN WERDEN GEPRÜFT
Wie Karabulut mitteilte, wurden im Rahmen der Ermittlungen durch das Kennzeichenerkennungssystem und Kameraaufzeichnungen 7.353 Landfahrzeuge identifiziert. Die Anwälte der Familie forderten eine erneute Überprüfung der Aufzeichnungen zu diesen Fahrzeugen für den Zeitraum vom Tag des Verschwindens bis zum Auffinden des Leichnams, die Identifizierung der Fahrer sowie die Untersuchung von Mobiltelefonen, HTS-Daten (Verbindungsdaten) und Funkzellendaten.
Die Anwälte gaben zudem an, dass ihr Antrag auf Entnahme von DNA-Proben bei den Fahrern von der Staatsanwaltschaft akzeptiert wurde. Zudem wurde eine umfassende Untersuchung der Siedlungen entlang der Route zwischen dem Stadtteil Bardakçı und der Insel Mollakasım Çarpanak, wo der Leichnam von Rojin gefunden wurde, gefordert.

In der Akte wurden nicht nur Landfahrzeuge, sondern auch Wasserfahrzeuge, die mit der Route in Verbindung stehen könnten, zur Untersuchung beantragt. Während die DNA-Untersuchung der in der Region gefundenen Materialien fortgesetzt werden soll, wurde erklärt, dass der Schuh, der Rojin gehören soll, bisher nicht gefunden werden konnte.
Die Anwälte der Familie teilten mit, dass sie bei der Staatsanwaltschaft beantragt haben, detaillierte Daten zu den WhatsApp-, Instagram- und Facebook-Konten, die Rojin Kabaiş vor ihrem Verschwinden nutzte, bei Meta anzufordern. Nach einer ersten Antwort seien umfassendere Informationen angefordert worden, auf deren Antwort man nun warte.
Anwalt Şahin Cangüleç erklärte, dass bisher DNA-Analysen bei 415 Personen durchgeführt wurden, jedoch keine für die Ermittlungen entscheidenden Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Cangüleç kündigte an, dass eine neue Liste mit 50 Personen vorliege, deren Identität von der Staatsanwaltschaft festgestellt wurde und bei denen ebenfalls DNA-Analysen durchgeführt werden sollen.
Karabulut gab zudem an, dass Anträge auf Ermittlungen zu einer Person akzeptiert wurden, die laut Berichten zur Zeit des Vorfalls in dem Gebiet war, in dem Rojin verschwand. Karabulut erklärte, dass die Identität dieser Person aus Gründen der Ermittlungssicherheit nicht bekannt gegeben werde. Zudem hätten sie Strafanzeige gegen eine weitere Person erstattet, mit der Rojin kurz vor ihrem Verschwinden über soziale Medien kommuniziert haben soll, und deren Ingewahrsamnahme gefordert.
In dem im Rahmen der Ermittlungen erstellten Sachverständigengutachten seien auch Bewertungen zu den Telefonbewegungen von Rojin sowie zu den Aktivitäten enthalten, die in derselben Nacht auf den Kameraaufzeichnungen in der Region festgestellt wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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