Diskussion um Set-Bedingungen nach dem Tod von Serhat Kılıç: Scharfe Erklärung von Sine-Sen
Nach den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Tod des Schauspielers Serhat Kılıç, der tot in seiner Wohnung in Kağıthane aufgefunden wurde, hat die Gewerkschaft Sine-Sen scharfe Kritik an den Arbeitsbedingungen an Filmsets geübt.
Nachdem der 51-jährige Schauspieler Serhat Kılıç tot in seiner Wohnung in Istanbul-Kağıthane aufgefunden wurde, sind die Arbeitsbedingungen an Filmsets und Vorwürfe der Vernachlässigung erneut in den Fokus gerückt.
In der polizeilichen Aussage seiner Freundin Özlem E. wurde angegeben, dass der Schauspieler wegen Lymphdrüsenkrebs in Behandlung war und unter starken Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall im Nacken litt. Laut der Aussage wurde Kılıç trotz ärztlichem Attest dazu gedrängt, zum Set der auf TRT 1 ausgestrahlten Serie „Teşkilat“ zu gehen.
Er rief mich mit weinerlicher Stimme an und sagte, dass er vom Set entlassen wurde, sehr traurig sei, seine Schmerzen trotz aller Bemühungen nicht nachließen und er aufgrund seiner gedrückten Stimmung niemanden sehen wolle.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe veröffentlichte die dem Gewerkschaftsbund DİSK angeschlossene Filmarbeitergewerkschaft (Sine-Sen) eine schriftliche Erklärung. Die Gewerkschaft kündigte an, die Behauptungen, Kılıç sei trotz gesundheitlicher Probleme zur Arbeit gezwungen worden, genau zu verfolgen.
Filmsets sind keine Sklavenlager, sondern Orte der künstlerischen Produktion. Wir werden gegenüber diesem System, das Menschenleben für Einschaltquoten und Profit opfert, nicht schweigen.
In der Erklärung von Sine-Sen hieß es: „Wir werden unseren juristischen Kampf bis zum Ende fortsetzen, damit die verantwortlichen Behörden und Produzenten sich vor Gericht verantworten müssen.“ Die Gewerkschaft rief zudem Personen, die Informationen zu dem Vorfall haben, dazu auf, sich zu melden.
Von Seiten des im Zentrum der Vorwürfe stehenden Senders TRT sowie der Produktionsfirma TIMS&B Productions gab es bisher noch keine Stellungnahme zu den Ereignissen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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