Vizepräsident Cevdet Yılmaz: Mekka-Abkommen ist keine Alternative zur NATO
Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, dass das von der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnete Abkommen auf regionale Stabilität abzielt.
Vizepräsident Cevdet Yılmaz äußerte sich zum Mekka-Abkommen über gemeinsame Verteidigung, das zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnet wurde. In einer Live-Sendung von CNN Türk betonte Yılmaz, dass das Abkommen keine „gegen jemanden gerichtete Struktur“ sei. Das Hauptziel bestehe darin, die Abschreckung zu erhöhen und zur regionalen Stabilität beizutragen.

Yılmaz erklärte, dass regionale Kooperationen in Zeiten, in denen die globale Ordnung schwächelt und geopolitische Spannungen zunehmen, an Bedeutung gewinnen. Er betonte, dass die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan über komplementäre Kapazitäten verfügen. Dabei verwies er auf Pakistans Nuklearmacht und strategische Lage, Saudi-Arabiens Gewicht in den Bereichen Energie und Finanzen sowie die Stärken der Türkei in Industrie, Verteidigungsindustrie, institutioneller Erfahrung und geografischer Lage.
Yılmaz wies die Bezeichnung des Abkommens als „islamische NATO“ oder „sunnitische Allianz“ in der internationalen Presse zurück und sagte: „Man muss es so betrachten, wie es heißt. Dies ist das Mekka-Abkommen und ein regionales Sicherheitsabkommen.“
BETONUNG VON ERWEITERUNG UND VERTEIDIGUNGSINDUSTRIE
Yılmaz unterstrich, dass das Abkommen keine Alternative zur NATO oder zu irgendeinem anderen Bündnis sei, dem die Türkei angehört. „Dies ist keine alternative Struktur zur NATO oder zu irgendeinem Bündnis, in dem wir uns befinden“, sagte Yılmaz und fügte hinzu, dass der Mechanismus eine abschreckende Wirkung gegen Risiken habe, egal woher diese kommen mögen.
Yılmaz betonte zudem, dass das Abkommen nicht als eine gegen den Iran gerichtete Struktur betrachtet werden sollte; das Ziel sei die Stärkung des regionalen Friedens und der Stabilität. Auf die Frage, ob Ägypten dem Abkommen beitreten könnte, erklärte Yılmaz, dass die Struktur für neue Teilnehmer offen sei, die gemeinsame Haltung der drei Länder jedoch den Verlauf einer möglichen Erweiterung bestimmen werde.
Yılmaz merkte an, dass die Sicherheitskooperation auch die wirtschaftlichen Beziehungen stärken werde. Die Türkei entwickle sowohl ihre eigene Verteidigungsindustrie und Wirtschaft als auch ihre Bündnisse weiter. Er wies darauf hin, dass befreundete und verbündete Länder in groß angelegte Projekte wie das nationale Kampfflugzeug KAAN einbezogen werden könnten, und betonte die Bedeutung gemeinsamer Plattformen bei kostspieligen Verteidigungsprojekten.
Yılmaz erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Saudi-Arabien auch positive Auswirkungen auf regionale Dossiers wie Syrien und den Irak haben könne. Die Stabilität Syriens sei direkt mit der Stabilität der Türkei verbunden, sagte Yılmaz und fügte hinzu, dass mehr Wohlstand und Sicherheit in den Nachbarländern auch für die Türkei positive Ergebnisse bringen würden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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