CBO: Kosten der Operation gegen den Iran für das Pentagon erreichen 38 Milliarden Dollar
Das Haushaltsbüro des US-Kongresses hat die Kosten der Ende Februar begonnenen Militäroperation für das Pentagon zum Stichtag 1. August auf rund 38 Milliarden Dollar beziffert.
Das Haushaltsbüro des US-Kongresses (CBO) hat seinen Bericht zu den Kosten der militärischen Auseinandersetzungen im Rahmen der Operation gegen den Iran für das US-Verteidigungsministerium veröffentlicht. Dem Bericht zufolge beliefen sich die operativen Kosten der Ende Februar unter dem Namen „Operation Epischer Zorn“ (Destansı Öfke Operasyonu) gestarteten Militäraktion zum 1. August auf rund 38 Milliarden Dollar.
Das CBO bewertete die Kosten unter vier Hauptkategorien: operative Ausgaben, Opportunitätskosten, wirtschaftliche Auswirkungen und mögliche zusätzliche Ausgaben. Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass sich die Rechnung aus der Wiederbeschaffung verbrauchter Munition, im Gefecht verlorenem Gerät, erhöhten Flugstunden, Feldeinsätzen und steigenden Treibstoffkosten zusammensetzt.
In dem Bericht wird betont, dass die Kosten bei einer Fortdauer der Konflikte weiter steigen werden. Je nach Intensität der Gewalt könnte jeder weitere Monat eine zusätzliche Belastung von 2 bis 3 Milliarden Dollar für die USA bedeuten; bei einer Eskalation könnte dieser Betrag noch höher ausfallen.
Der Bericht hebt hervor, dass eine der bedeutendsten Opportunitätskosten für das Pentagon der Verbrauch von Luftabwehrraketen sei. Die schwindenden Bestände könnten das US-Inventar über mehrere Jahre hinweg schwächen, was insbesondere bei Krisen mit Ländern, die über umfangreiche Kapazitäten an ballistischen Raketen und Marschflugkörpern verfügen, ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte.
In seiner Bewertung führt das CBO zudem aus, dass die Unterbrechungen der Lieferungen in der Straße von Hormus und im Roten Meer die Preise für Rohöl, Benzin, Diesel und Kerosin weltweit in die Höhe getrieben haben. Es wurde festgehalten, dass die gestiegenen Energie- und Logistikkosten einen Aufwärtsdruck auf die Verbraucherpreise ausüben.
Dem Bericht zufolge wird erwartet, dass die Inflation des Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) im ersten Quartal 2027 um 0,5 Prozentpunkte und die Kern-PCE-Inflation um 0,3 Prozentpunkte über den bisherigen Prognosen liegen werden. Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass die durch den Konflikt verursachte hohe Inflation auch die Renditen von Staatsanleihen nach oben getrieben hat.
Mögliche zusätzliche Kosten, wie etwa für diplomatische Operationen und Auslandshilfen, hingen vom endgültigen Verlauf des Konflikts ab, weshalb für diese Posten keine präzise Berechnung vorgenommen werden konnte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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