Inflation in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges
Die in Deutschland veröffentlichten endgültigen Daten bestätigen, dass die Inflation mit 4,5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges gesunken ist. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im September auf Monatsbasis um 0,2 Prozent und auf Jahresbasis um 4,3 Prozent.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die endgültigen Daten für den Monat September zu den Preissteigerungen bekannt gegeben.
Demnach sank die jährliche Inflationsrate, die im August bei 6,1 Prozent lag, im September wie erwartet auf 4,5 Prozent. Auf Monatsbasis stieg die Inflation um 0,3 Prozent.
Die endgültigen Daten bestätigen die zuvor veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Es ist bemerkenswert, dass die jährliche Inflationsrate nun den dritten Monat in Folge gesunken ist.
Der Rückgang wird auf den Basiseffekt zurückgeführt, da das von der Regierung aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges eingeführte Entlastungspaket für Transportkosten im September letzten Jahres ausgelaufen ist.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und auf Jahresbasis um 4,3 Prozent.
Während die Lebensmittelpreise im September im Jahresvergleich um 7,5 Prozent stiegen, verzeichneten die Energiepreise einen durchschnittlichen Anstieg von 1 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die jährliche Inflationsrate in Deutschland im März bei 5 Prozent.
DIE AUSWIRKUNGEN DER INFLATION DAUERN AN
Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, erklärte dazu: "Die Inflationsrate ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Krieges in der Ukraine gesunken. Sie ist jedoch immer noch hoch. Die Verbraucher spüren weiterhin die hohen Lebensmittelpreise".
Die Kerninflationsrate in Deutschland, bei der Nahrungsmittel und Energie ausgeklammert werden, sank von 5,5 Prozent im August auf 4,6 Prozent im September.
Analysten wiesen darauf hin, dass die Abschwächung der Kerninflation in Deutschland eine Erleichterung für die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) darstelle, die in den letzten Monaten eher über den grundlegenden Inflationsdruck als über die Schlagzeilen-Inflation besorgt waren.
Unterdessen lag die Inflation im gesamten Euroraum im September mit 4,3 Prozent unter den Erwartungen.
Nachrichtenquelle: AA
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