Eine neue Stellenanzeige, die Microsoft auf LinkedIn veröffentlicht hat, hat die Diskussionen über die Konsolenstrategie der nächsten Xbox-Generation neu entfacht. In der Ausschreibung für die Position des „Xbox Games Supply Strategist“ wird unter anderem die Koordination der Veröffentlichung physischer Xbox-Spiele auf verschiedenen Plattformen sowie die Umsetzung globaler Versorgungsstrategien als Aufgabenbereich genannt.
Die Anzeige rückte in Technologiekreisen die Frage in den Fokus, ob das unter dem Codenamen „Helix“ bekannte neue Xbox-Konsolenmodell über ein Disc-Laufwerk verfügen wird. Von Microsoft gibt es dazu noch keine offizielle Konsolenankündigung; die Betonung der Lieferkette und der Planung physischer Produkte wird jedoch dahingehend interpretiert, dass die Unterstützung physischer Medien noch nicht vollständig vom Tisch ist.
Die Schritte von Sony in Richtung Digitalisierung bei der PlayStation haben ebenfalls zur Intensivierung der Debatte beigetragen. Berichten zufolge plant Sony, die Produktion physischer Discs für neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028 einzustellen und bei der PlayStation 6 eine stärker digital ausgerichtete Strategie zu verfolgen. Dies hat zu Spekulationen geführt, dass Microsoft sich von seinem Konkurrenten abheben könnte, falls das Unternehmen weiterhin physische Spiele unterstützt.

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Dennoch wird betont, dass die Stellenanzeige nicht zwangsläufig bedeutet, dass die neue Xbox-Hardware über ein Disc-Laufwerk verfügen wird. Microsoft veröffentlicht mittlerweile einige seiner Spiele auch für PlayStation- und Nintendo-Plattformen. Daher wird vermutet, dass sich der Hinweis auf physische Spiele in der Anzeige auch auf die Box-Versionen für Plattformen außerhalb des Xbox-Ökosystems beziehen könnte.
Die Unterstützung physischer Discs wird insbesondere von Nutzern als wichtig erachtet, die Wert auf den Besitz von Spielen, das Sammeln und die Archivierung legen. Zudem könnte die Abwärtskompatibilität der Xbox, die es ermöglicht, bestehende Disc-Bibliotheken der Xbox One und Xbox Series X/S auf neuer Hardware zu nutzen, ein starkes Kaufargument für Spieler sein.
Marktdaten erschweren Microsoft jedoch die Entscheidung. Laut Daten von Circana lag der Anteil von Xbox an den physischen Spieleverkäufen in den USA in diesem Jahr bei lediglich 4 Prozent, während PlayStation 32 Prozent und Nintendo 63 Prozent erreichten. Dies deutet darauf hin, dass sich Xbox-Nutzer weitgehend an digitale Kaufgewohnheiten angepasst haben.
Ein weiterer Punkt sind die Kosten, die ein Disc-Laufwerk bei neuer Hardware verursacht. Insbesondere in einer Zeit steigender Hardwarekosten gilt es als mögliches Szenario, dass Microsoft – ähnlich wie bei den Modellen PS5 Slim und PS5 Pro – eine optionale Disc-Laufwerk-Lösung in Betracht zieht. Die endgültige Entscheidung des Unternehmens wird sowohl die Preisgestaltung der neuen Xbox als auch die Flexibilität bestimmen, die den Spielern geboten wird.
Nachrichtenquelle: 12punto