Drogenscreening bei der Stadtverwaltung Keçiören: Erster Test bei 171 Mitarbeitern positiv
Bei einem Drogenscreening unter den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Keçiören fielen die Tests bei 171 Personen positiv aus. Bei 42 dieser Personen ergaben nachfolgende Tests jedoch negative Ergebnisse. Unterdessen rückten Plakate, die Bürgermeister Mesut Özarslan im Juli auf Werbetafeln im Bezirk anbringen ließ und in denen dazu aufgerufen wurde, Drogen- und Alkoholkonsum zu melden, erneut in den Fokus.
Die Ergebnisse des Drogen- und Stimulanzien-Screenings bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Keçiören sind in die strafrechtliche Ermittlungsakte eingegangen. Den offiziellen Schriftstücken in der Akte zufolge fiel das erste Screening bei 171 Mitarbeitern positiv aus, wobei die Anwendung auf Freiwilligkeit basierte.
Nach Informationen, die in die Ermittlungsakte der Generalstaatsanwaltschaft Ankara mit der Nummer 2026/80263 eingeflossen sind, wurden die Tests mit ausdrücklicher Zustimmung der Mitarbeiter durchgeführt. Es wurde angegeben, dass die Maßnahme durch einen Verwaltungsbeschluss des städtischen Unternehmens vom 12. Januar 2026 eingeleitet wurde.
Als Begründung für das Screening wurden im Beschluss die Steigerung der Dienstleistungsstandards, die Bereitstellung eines besseren Services für die Bürger sowie die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz angeführt. Es wurde festgehalten, dass die Tests nach einer Recherche nach von der TÜRKAK akkreditierten Einrichtungen über die Delta Analiz ve Laboratuvar Hizmetleri A.Ş. durchgeführt wurden.
In einem Polizeiprotokoll vom 3. Juli 2026, das Teil der Ermittlungsakte ist, wurde vermerkt, dass die Testergebnisse von 171 städtischen Mitarbeitern bei den ersten Screenings positiv waren. Von denjenigen, die beim ersten Screening positiv getestet wurden, seien die Ergebnisse bei 42 Personen in späteren Tests negativ ausgefallen.
ANWEISUNG DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT ZU STRAFRECHTLICHEN SCHRITTEN
Nach den Screenings wurde das Thema an die Generalstaatsanwaltschaft Ankara weitergeleitet. Nach Untersuchungen der Abteilung für die Bekämpfung von Betäubungsmittelkriminalität der Polizei Ankara wird der Fall nun vom Büro für Schmuggel- und organisierte Kriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Ankara bearbeitet.
Die Generalstaatsanwaltschaft forderte, gegen Personen, deren Testergebnisse positiv ausfielen oder bei denen Drogenkonsum festgestellt wurde, gemäß Artikel 191 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) vorzugehen. Dieser Artikel regelt den Erwerb, die Annahme, den Besitz oder den Konsum von Betäubungsmitteln oder Stimulanzien zum Eigenbedarf.
Zudem wurde die Anweisung erteilt, die Aussagen der Verdächtigen aufzunehmen und separate Ermittlungsunterlagen zu erstellen. Zur Bestimmung des Konsums und der Art der konsumierten Substanz wurde gemäß Artikel 75 der Strafprozessordnung (CMK) die Entnahme von Blut-, Haar- und Urinproben angefordert.
Den Schriftstücken in der Akte zufolge sandte die Generalstaatsanwaltschaft am 2. Juni 2026 ein Mahnschreiben an die Polizeidirektion der Provinz Ankara, um den Ermittlungsprozess zu beschleunigen. Es wurde vermerkt, dass die Polizei gemäß der Anweisung der Staatsanwaltschaft mit der Stadtverwaltung korrespondierte und die Stadtverwaltung ihrerseits Kontakt mit der betreffenden privaten Einrichtung aufnahm, um die Testergebnisse offiziell zu beschaffen.
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WARNPLAKATE IM JULI AUFGEHÄNGT
Unterdessen waren im Juli 2026 von der Stadtverwaltung Keçiören Warnplakate gegen Drogen- und Alkoholkonsum auf Werbetafeln im Bezirk angebracht worden.
Auf den Plakaten, die von Bürgermeister Mesut Özarslan – der nach seinem Austritt aus der CHP eine Zeit lang parteilos blieb und später der AKP beitrat – erstellt wurden, wurde dazu aufgerufen, Personen, die in öffentlichen Bereichen Drogen konsumieren oder Alkohol trinken, bei Polizei, Sicherheitskräften und dem Ordnungsamt zu melden.

Dem Bericht von BirGün zufolge wurden die Bürger auf den Plakaten dazu aufgefordert, Drogenkonsum sowie „unsittliche Handlungen“ in Parks, Gärten, auf unbebauten Grundstücken und in anderen öffentlichen Bereichen zu melden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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