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Die Wechselbeziehung zwischen Technologie und Qualität

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In modernen Automobilen ziehen riesige Bildschirme, Sensoren, Ambientebeleuchtungen und autonome Fahrsysteme die Aufmerksamkeit auf sich. Auf den ersten Blick wirkt alles fortschrittlicher als je zuvor. Doch nach kurzer Nutzungsdauer können Softwarefehler, Klappergeräusche, Elektronikdefekte und in manchen Fällen sogar ernsthafte Motorprobleme auftreten. Und selbst Premiummarken sind davor nicht mehr gefeit.

Ich habe in meinem Leben bereits 50 bis 60 verschiedene Fahrzeuge gefahren, darunter auch Rennwagen – vom Renault 9 bis zum Porsche 911 GT3. Daher bewerte ich den Unterschied zwischen Alt und Neu nicht nur durch die Brille der Nostalgie. Die Autos von heute mögen technologisch weit fortgeschritten sein, doch bei der Fertigungsqualität sehen wir nicht denselben Fortschritt.

Besonders nach der Pandemie hat der Aufstieg chinesischer Hersteller das Gleichgewicht der Branche verändert. Sie begannen, viele Ausstattungsmerkmale, die wir von deutschen Premiumautos kennen, zu deutlich niedrigeren Kosten anzubieten. Große Bildschirme, Kameras, elektrische Sitze, hohe Leistung und zahllose elektronische Funktionen – die Chinesen haben hier sehr schnell aufgeholt. Doch ein Auto besteht nicht nur aus Ausstattung. Materialqualität, Fahrwerkstechnik, Isolierung, Langlebigkeit und langfristige Zuverlässigkeit sind mindestens genauso wichtig wie die Technologie. Man denke nur an Airbags, die bei Unfällen nicht auslösen. In unserem Land ist man gezwungen, in Autos ohne solide Fahrwerksstruktur zu steigen, nur weil sie billig und gut ausgestattet sind. Ja, bei Elektroautos sind sie gut, sie haben auf der berühmten Nürburgring-Nordschleife Rekorde gebrochen, aber diese speziellen Fahrzeuge kommen nicht in die Türkei. Und mein geliebter Porsche hat den Rundenrekord in seiner Kategorie ohnehin bereits einen Monat später wieder eingestellt.

Das eigentliche Problem sind weniger die chinesischen Autos selbst, sondern die Tatsache, dass der von ihnen erzeugte Wettbewerbsdruck die gesamte Branche verändert hat. Während traditionelle Hersteller einerseits Milliarden in die Elektrifizierung investieren, versuchen sie andererseits, bei Preis und Ausstattung mit den chinesischen Konkurrenten mitzuhalten. Das Ergebnis ist ein Kostendruck, der an jedem Punkt des Fahrzeugs spürbar wird.

Früher fragten wir: „Hat dieses Auto ein chronisches Problem?“ Heute fragen wir direkt: „Was ist das chronische Problem bei diesem Modell?“

Denn bei fast jeder Marke gibt es ein Gesprächsthema. Hier Lichtmaschinenprobleme

(e-TSI), dort ernsthafte Motorprobleme aufgrund von im Öl laufenden Zahnriemen (1.2 PureTech); an anderer Stelle Getriebeprobleme (trockene DSG-Kupplungen, E-DCS6), Elektronik- oder Kühlungsdefekte… Selbst bei Premiumautos im Wert von Millionen sind Softwarefehler und Klappergeräusche (wie bei der neuen Mercedes-Generation) keine Überraschung mehr.

Auch die deutschen Autos, die viele von uns lieben, konnten sich diesem Wandel leider nicht entziehen. Das Qualitätsverständnis, das man früher schon beim Schließen der Tür spürte, wird zunehmend durch Bildschirme und elektronische Spielereien ersetzt. Das Auto ist teurer, leistungsstärker und technologischer, aber in manchen Punkten – von den verwendeten Materialien bis zur Montagepräzision – fühlt es sich nicht mehr so sorgfältig verarbeitet an wie früher.

Die Autos von heute mögen sicherer, schneller und technologischer sein. Aber Technologie und Qualität sind nicht dasselbe. Qualität bedeutet nicht, dass ein Auto Sie fünf Minuten lang im Showroom beeindruckt, sondern wie solide und einwandfrei es sich auch nach 150.000 Kilometern noch anfühlt.

Genau hier liegt der Widerspruch, in dem sich die Automobilbranche heute befindet:

Die Technologie ist so weit fortgeschritten wie nie zuvor, doch die grundlegende Qualität des Automobils hat nicht im gleichen Tempo Schritt gehalten. In vielen Bereichen hat sie sich sogar rückwärts entwickelt.