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Botschaft von Mansur Yavaş zum Rahmen-Gesetz: 'Hinter verschlossenen Türen...'

Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, hat in der Debatte um das Rahmen-Gesetz zu Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichem Konsens aufgerufen.

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Botschaft von Mansur Yavaş zum Rahmen-Gesetz: 'Hinter verschlossenen Türen...'

Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, hat sich über seinen Social-Media-Account zum Rahmen-Gesetz geäußert. Yavaş erklärte, dass niemand sich dagegen aussprechen könne, die Probleme der Türkei auf demokratischem Wege zu lösen und die Waffen vollständig zum Schweigen zu bringen, betonte jedoch, dass der bloße Erlass eines Gesetzes für einen dauerhaften Frieden nicht ausreiche.

In seiner Erklärung betonte Yavaş, dass die Grundlage des Friedens auf „Gerechtigkeit, Recht, Vertrauen und gesellschaftlichem Konsens“ beruhe. Yavaş argumentierte, dass das Vertrauen der Bürger in den Staat und die Justiz in der Türkei schwer beschädigt sei, und sagte, dass die Debatte über Demokratisierung nicht auf ein einziges Thema begrenzt werden könne.

BETONUNG VON JUSTIZ UND VERTRAUEN

Mit Blick auf die Operationen gegen CHP-geführte Kommunen und Bürgermeister behauptete Yavaş, dass gewählte Amtsträger wie Schuldige behandelt würden, noch bevor die Gerichtsverfahren abgeschlossen seien. Er kritisierte zudem, dass einige Bürgermeister in Gefängnisse weit entfernt von den Städten, in denen sie tätig waren und in denen ihre Familien leben, verlegt wurden.

Yavaş erklärte, dass eine Demokratisierung nicht glaubwürdig diskutiert werden könne, solange Debatten über Entscheidungen des Verfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte andauerten und der Wille der Gewählten durch Zwangsverwaltungen und gerichtliche Entscheidungen ausgehebelt werde.

Yavaş merkte an, dass von Juristen ernsthafte rechtliche und verfassungsrechtliche Einwände gegen das der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegte Rahmen-Gesetz erhoben wurden, und äußerte, dass eine Verabschiedung der Regelung, ohne die Bedenken aller gesellschaftlichen Gruppen auszuräumen, zu neuen Problemen führen könne.

Laut Yavaş können politische Übereinkünfte den gesellschaftlichen Konsens nicht ersetzen, wenn sie ohne das Wissen und die Beteiligung der Gesellschaft zustande kommen. „Das Volk ist der Eigentümer dieses Landes“, sagte Yavaş und plädierte dafür, dass der Prozess offen, transparent und unter dem Dach des Parlaments geführt werden müsse.

Yavaş betonte, dass kein Problem der Türkei, einschließlich der Kurdenfrage, unlösbar sei, sagte jedoch, dass die Gesellschaft die Aufrichtigkeit des Prozesses in Frage stellen werde, wenn die Suche nach Lösungen an Wahlkalküle gekoppelt sei. Abschließend erklärte Yavaş, dass das Gefühl, dem Andenken der Märtyrer Unrecht zu tun, keinen Platz im Gewissen der Gesellschaft finden dürfe.


Nachrichtenquelle: 12punto

Mansur Yavaş Rahmengesetz Stadtverwaltung Ankara TBMM CHP Kurdenfrage Demokratie Recht