Was ist die Ursache für die tödlichen Unfälle an den Mautstellen? Ein Experte klärt auf
Die aufeinanderfolgenden tödlichen Unfälle an den Mautstellen der Kuzey Marmara Otoyolu in Istanbul haben die Diskussion über Fahrfehler und Verkehrssicherheit neu entfacht. Der Automobil- und Fahrexperte Turgut Yüksekdağ erklärte: „Autobahnhypnose, die Nutzung von Mobiltelefonen und der Irrglaube, dass das vorausfahrende Fahrzeug automatisch durchfahren wird, gehören zu den Hauptursachen dieser Unfälle.“ Experten warnen davor, dass man sich den Mautstellen mit einer Geschwindigkeit von maximal 30 km/h nähern sollte.
Die Unfälle, die sich innerhalb von zwei Tagen an den Pendik-Mautstellen ereigneten, werfen die Frage nach dem „Warum“ auf.
Bei beiden Unfällen prallten die Fahrzeuge ungebremst auf die an den Mautstellen stehenden Autos. Handelt es sich um Straßenhypnose, die Annahme der Fahrer, dass die vorausfahrenden Fahrzeuge die Mautstelle automatisch passieren würden, oder mangelnde Konzentration auf die Straße? Ein Experte wies auf die Gefahren auf der Strecke hin und warnte die Fahrer.
Bei einem Unfall an den Mautstellen der Kuzey-Marmara-Autobahn in Istanbul am Samstagmorgen war ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit von hinten auf einen an der Mautstelle wartenden Lkw aufgefahren.
Während bei diesem Unfall vier Personen im Fahrzeug ums Leben kamen, verstarb heute Morgen eine weitere Person bei einem Unfall, als ein Fahrzeug an den Mecidiye-Mautstellen der Kuzey-Marmara-Autobahn auf einen stehenden Lkw prallte. Der gegenüber NTV äußernde Automobil- und Fahrexperte Turgut Yüksekdağ teilte Informationen zu den Ursachen mit.
WAS IST DIE URSACHE DER UNFÄLLE?
Yüksekdağ erklärte, dass die Unfälle an den Mautstellen meist darauf zurückzuführen seien, dass das nachfolgende Fahrzeug die Geschwindigkeit nicht reduziere, weil es davon ausgehe, dass das vorausfahrende Fahrzeug das Schnell-Durchfahrts-System (HGS) nutzen werde. Er warnte: „Sie denken, dass sie automatisch durchfahren, aber man muss auch die Autos berücksichtigen, die dort stehen, um zu bezahlen oder aus anderen Gründen angehalten haben.“
Yüksekdağ betonte, dass auch Straßenhypnose ein großes Risiko bei Unfällen darstelle: „Besonders wenn man nicht konzentriert ist und mit einer gewissen Geschwindigkeit fährt, kann man in eine Straßenhypnose verfallen. Tatsächlich ist man sich in diesem Moment möglicherweise nicht bewusst, wo man sich auf der Straße befindet und was einem begegnen könnte. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir sehen, dass Fahrer häufig mit ihrem Handy beschäftigt sind“, sagte er.
Yüksekdağ wies darauf hin, dass Autofahren jede Minute und jede Sekunde volle Konzentration erfordere: „Sie müssen sich auf die Straße konzentrieren. Sie müssen sich auf Ihr Auto konzentrieren. Sie müssen Ihr Fahrzeug den Straßen- und Wetterbedingungen entsprechend führen“, mahnte er.
„DIE MAUTSTELLEN SOLLTEN MIT 30 KM/H BEFAHREN WERDEN“
Yüksekdağ wies darauf hin, dass ein weiterer Faktor bei den Unfällen die bei Regen rutschige Fahrbahn sei: „Bei diesem Unfall wurde die Geschwindigkeit ebenfalls nicht reduziert; man hat nicht in Betracht gezogen, dass dort ein Auto oder ein Lkw stehen könnte. Es heißt, dass man sich den Mautstellen mit maximal 30 Stundenkilometern nähern soll, aber die Fahrer kommen oft viel zu schnell an“, bewertete er.
Nachrichtenquelle : 12punto
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